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| Hans Eichels vorgezogene Steuerreform enttäuscht. Daß netto mehr drin sein kann, zeigt das kroatische Modell. |
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ERSCHIENEN IN DM 7/2000, 20.06.2000, SEITE 85
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Das Steuer-Modell hatte Manfred Rose im Gepäck, als er 1992 ein neues Steuersystem für Kroatien unter Kriegsbedingungen entwarf. Seit 1994 funktioniert das Modell der Marke Einfachsteuer des Heidelberger Wirtschaftswissenschaftlers so gut, daß selbst die skandinavischen Länder und die USA einige Elemente der sogenannten sparbereinigten Einkommesteuer übernahmen. Auch Deutschland würde mit Rose Modell bebser fahren. Denn unterm Strich profitieren alle: Sparer, Unternehmer und der Staat.
Um Anreize für die Altersvorsorge und Investitionen zu geben, setzt Rose auf eine steuerfreie Grundrendite, beispielsweise von fünf Prozent. Zinseinkünfte sollen nur besteuert werden, wenn sie diesen sogenannten Schutzzins übersteigen. Vorteil: Erträge aus Prämiensparen, Rentenfonds und zweijährigen Staatsanleihen blieben vielfach ganz steuerfrei, weil sie oft eine Verzinsung von weniger als fünf Prozent bieten.
Unternehmer, egal ob Mittelständler oder Aktiengesellschaft, zahlen in Roses Steuermodell maximal 35 Prozent Gewinnsteuer. Anleger, die beispielsweise mit Aktienfonds sparen, müßten bei der Auszahlung bei einer 35prozentigen Rendite ebenfalls 35 Prozent des Gewinns mit dem Fiskus teilen.
Fotos: BjÖRN LUX und FRANK WACHE
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